Jugendherberge Burg Vogelsang (D)

Kategorie :

Wettbewerb Architektur

Projekt :

Realisierungswettbewerb, Errichtung einer Jugendherberge mit Jugendwaldheim auf dem Areal der Burg Vogelsang in Schleiden/Eifel

Auftraggeber :

Deutsches Jugendsherbergswerk, Landesverband Rheinland e.V.

Land :

Deutschland

Fläche :

8932 m² bgf

Planungszeit :

10/2009 - 12/2009

Preis :

2. Preis


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projekt Realisierungswettbewerb, Errichtung einer Jugendherberge mit Jugendwaldheim auf dem Areal der Burg Vogelsang in Schleiden/Eifel auslober Deutsches Jugendsherbergswerk, Landesverband Rheinland e.V. (D) planung WW+ architektur + management sàrl, Esch/Alzette (L) - Tatiana Fabeck Architecte (L) - Ernst und Partner, Trier (D) - BLS Energieplan (L) ngf 7.083 m² volumen 32.900 m³ baukosten 11.317.000 € (inkl. Mwst und Baunebenkosten) platzierung 2. Preis

 

Entwurfsidee Räumliche Einbindung in die Umgebung / Topographie

Der Entwurf geht auf den ‘genius loci’ ein, indem er vom städtebaulichen Konzept her an die bestehende Struktur anknüpft und trotzdem im Rahmen der Gesamtanlage ein neues zeitgenössisches Bild bietet. Unser Entwurf bindet die Redoute ein in ein neues Ensemble und bildet einen harmonischen Übergang zu den bestehenden Kameradschafts- und Hundertschafthäusern. Diese drei Einheiten umgeben, den Höhenlinien folgend, den zentralen Adlerhof, das heutige „Forum Vogelsang“.
Die Positionierung der beiden Neubauten für die Jugendherberge und das Jugendwaldheim resultieren aus dem natürlichen Geländeverlauf, der vorzufindenden Topographie. Beide Gebäude gliedern sich parallel zu den Höhenlinien in das vorhandene Terrain. Jugendwaldheim und Jugendherberge umfassen die Redoute und positionieren sich orthogonal zu dieser. Die abgewinkelten Teile der neuen Gebäude leiten sich aus der Topographie und den gebäudebegleitenden Erschliessungsachsen ab. Aussenanlagen und Gebäude sind so gestaltet, dass ein Minimum an Bodenbewegungen erfolgen muss.
Das neue Gebäude der Jugendherberge ist dreigeschossig, das des Jugendwaldheimes zweigeschossig, wobei jeweils das untere Geschoss als Sockelgeschoss gestaltet ist und den Höhenunterschied von Ost nach West aufnimmt. Die Bauten sind talwärts zwei-, bzw. dreigeschossig und hangseitig ein-, bzw. zweigeschossig, wie die Redoute. Der bestehende 48m hohe Turm, der dem Forum angegliedert ist, markiert die Gesamtanlage Vogelsang. Alle anderen bestehenden Gebäude sind stark horizontal gegliedert. Diese Horizontalität ermöglicht ein besonders schönes Eingliedern der bestehenden Gebäude in die Topographie.

 

Diese Architektursprache prägt ebenfalls unseren Entwurf und ermöglicht die Sichtbezüge innerhalb des Geländes zu erhalten und die Auswirkungen des Vorhabens auf die Fernwirkung der Gesamtanlage zu respektieren. Großer Wert wird auf die Sichtbezüge innerhalb des Projekts gelegt. Die Anordnung sämtlicher Gebäudevolumen ermöglicht einen lebendigen und gut überschaubaren Raum zwischen dem Jugendwaldheim, der Redoute und der Jugendherberge.

 

Schleiden-Vogelsang - Redoute

Das Wettbewerbsgebiet liegt in einem besonderen gestalterischen Spannungsfeld zwischen historischer, nationalsozialistischer und neuer Architektur, inmitten des Nationalparks Eifel. Die Freiraumgestaltung hat hierbei eine besondere Rolle zu übernehmen.
Sie muss zum einen Bindeglied und Mittler auf dem Spielfeld der unterschiedlichen Komponenten sein, und zum anderen muß es gelingen, einen funktional und gestalterisch hochwertigen Gesamteindruck zu erzielen. Diese Vorgaben und die Besonderheit des Ortes bilden die Grundlage unserer Haltung, die Umgebungslandschaft der Redoute mit ruhigen, zurückhaltenden aber dennoch klaren gestalterischen Aussagen zu planen.
Freiraumkonzeption
Unser Konzept ist maßgeblich vom neuen zentralen Empfangsbereich - der „Piazza“ – geprägt. Von hier aus werden Jugendwaldheim und Jugendherberge direkt erschlossen.

 

Während im Norden das Areal der Jugendherberge mit vielfältigen Freizeit- und Sporteinrichtungen großräumig anschließt, wird das südlich gelegene Freigelände des Jugendwaldheimes überwiegend von großen Wald- und Wiesenflächen geprägt.

 

„Piazza“

Der Empfangsplatz bildet den zentralen Bereich im Gesamtgelände. Durch Abgraben des Geländes wird die Redoute wohltuend „freigelegt“ und eine großzügige, homogene Platzsituation geschaffen, die mit Außenterrasse und baumüberstellten Sitzbänken zum Aufenthalt einlädt. Der Höhenunterschied zum Waldheim (ca. 50 cm) wird mittels Sitzmauer, Stufenanlage und Rampe (barrierefrei) überbrückt. Als Materialien werden wassergebundener Belag (Basalt) und polygonale Plattenbeläge vorgeschlagen


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