Square Mile "Plan B“, Belval (L)

Kategorie :

MasterPlan

Projekt :

Kooperatives Gutachterverfahren Belval Square Mile

Auftraggeber :

AGORA S.à r.l et Cie

Land :

Luxemburg

Fläche :

9,56 ha

Planungszeit :

06/10 - 11/10


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projekt Kooperatives Gutachterverfahren Belval Square Mile - Zentralachse auf Grundlage des Masterplans von Joe Coenen in Belval, ein Gebiet der Gemeinden Esch-sur-Alzette und Sanem auslober AGORA S.à r.l. et Cie (L), Gesellschaft privaten Rechts, gegründet im Jahre 2000 im Rahmen einer Partnerschaft zwischen dem Staat Luxemburg und ArcelorMitta planung WW+ architektur + management sàrl, Esch/Alzette (L) – terra.nova Landschaftsarchitektur, München (D) – empirica Qualitative Marktforschung, Stadt- und Strukturforschung GmbH (D) – komobile Wien Ingenieurbüro für Verkehrswesen und Verkehrswirtschaft (AU) – BLS Energieplan Ingénieurs-Conseils S.à r. l. (L) – BFAG Büro für angewandte Geografie, Jürgen Aaring (D) projektgröße 9,56 ha bgf 175.000 m²

 

Städtebau

Das städtebauliche Konzept von „Plan B“ kann man als „flexibilisierte Blockstruktur“ bezeichnen, wobei sich die Flexibilisierung auf die Baulinie an der zentralen Achse, die Parzellierung der Blöcke und die Höhen der Gebäude bezieht. Der Grundriss von Plan B respektiert dabei die alte industrielle Produktionslinie. Der ehemalige industrielle Innenraum entspricht in etwa dem neuen Außenraum der Zentralen Achse. Für die Erschließung bleibt zwar das Prinzip „echter Straßen“ mit Fahr- und Gehweg dominant, doch entstehen in der zentralen Achse „pedestrian pockets“ zur Verbesserung der Erlebbarkeit der Stadträume und der Erhöhung der Aufenthaltsqualität. Vom Nutzer und Besucher kann der auf Square Mile entstehende Stadtraum in dreierlei Weise erlebt werden:

(a) quartiersbezogen über prägende Großformen wie Wegeraster, Zentrale Achse als individualisierte Platzfolge und flexibilisierte Blockrandbebauung,
(b) kleinräumig über Plätze mit Eigenleben,
(c) von außen mit markanter Fernwirkung.


(a) Zentrale Achse (als Alleinstellungsmerkmal von Square Mile)

Die Konturen der ehemaligen Industrieanlage prägen die neuen Baufluchten der zentralen Achse. Durch das Versetzen der Blockkanten wird die Strenge der Zentralen Achse aufgebrochen und die Erlebbarkeit beim Durchlaufen vielfältiger. Durch die Vor- und Rücksprünge der Blöcke wird die Zentrale Achse auf der „Wahrnehmungsebene Straßenraum“ segmentiert und lässt bereits in der Entwicklungsphase kleine Orte mit großer Aufenthaltsqualität entstehen. Temporäre und definitive Pavillons animieren frühzeitig den Raum und helfen Raumkanten zu bilden. Hingegen bleibt der Blick von der Porte de France durch die Achse über die eingeschossigen Bauten hinweg zu den Kaminen im Westen unbeeinträchtigt und beeindruckend.

 

(b) Sinterplatz (eingebettet in die Zentrale Achse)

Die Sinterbecken und der umfassende Platz werden als neues Unterzentrum für Belval frühzeitig entwickelt. Hier bildet sich ein Cluster im Sinne des Entwurfs von Jo Coenen. Die Sinterbecken sind ein einmaliger Raum mit einem besonderen genius loci. Dies erleichtert es, aus ihnen heraus und um sie herum einen besonderen Ort zu entwickeln (Gastronomie, Nachtleben, …), der interessierte Menschen anziehen wird. Von der Ringstraße aus wird der Sinterplatz mit jeweils 2 Fußwegen sowie großzügigen Rampen- und Treppenanlagen erschlossen.

Diese ersetzen den ursprünglich zentral auf den Platz zulaufenden Verkehrsweg. Der Platz wird durch die Bebauung eindeutiger gefasst und freigehalten vom Verkehr.

 

(c) Fernwirkung

Belval hat schon heute eine beeindruckende Fernwirkung, wenn man über die Autobahn von Luxemburg kommend auf das neue Stadtquartier zufährt. Die Hochöfen und die Gebäude der Dexia-Bank ragen in den Himmel. Diese Fernwirkung wird durch das flexibilisierte Blockkonzept mit seinen Hochhäusern noch unterstützt. Jeder Block enthält eine an den öffentlichen Raum angebundene Reservefläche für die mittel- und langfristige Weiterentwicklung der Square Mile. Hier sollen bis zu 20-geschossige Hochhäuser mit Alleinstellungsmerkmal entstehen, die die Wichtigkeit des Standortes Belval für die Metropolregion Luxemburg (bzw. die Großregion Saar-Lor-Lux) wie auch für die Transformation der Südregion um Esch-sur-Alzette unterstreichen


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