Kategorie :
Büro + Handel
Projekt :
Neubau eines Bürogebäudes für die Administrative der Panhold S.A.
Auftraggeber :
Panhold S.A.
Land :
Luxemburg
Fläche :
bgf 6.140 m²
Planungsbeginn :
12/2013
Planungszeit :
12/2013 - 12/2015
Realisierung :
05/2015 - 03/2017
Auftrag :
Architektur aller Leistungsphasen
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projekt Neubau des Verwaltungs- und Bürogebäudes als Hauptsitz der Luxcontrol Belval auftraggeber Luxcontrol S.A., Esch-sur-Alzette (L) architektur / innenarchitektur HOAI LPH 1-9 WW+, Esch-sur-Alzette / Wasserbillig (L) tragwerksplanung Schroeder & Associés, Luxembourg (L) haustechnik Felgen & Asscociés SA, Luxemburg (D) kontrollbüro Luxcontrol SA, Esch-sur-Alzette (L) projektmanagement Pass Ingenierie sàrl, Dudelange (L) bgf 11.438 m² nf 9.794 m² bri 46.781 m³ gesamtareal 0,22 ha planung 06/2019 - 04/2021 realisierung 10/2021 - 09/2024
Gestaltung
Das neue Bürogebäude der Luxcontrol SA baut sich aus insgesamt acht Stockwerken auf, wovon zwei unterirdisch liegen. Man betritt das Gebäude auf der Südseite über den Boulevard des Lumières.Der Eingangsbereich ist offen und großzügig gestaltet. An das Foyer mit dem Empfang und einem Backofficebereich grenzen drei große Meetingräume. Des Weiteren findet sich im Erdgeschoss eine großzügige Fläche für einen Gastronomiebetrieb sowie eine extern zu vermietende Fläche auf der Nordseite.
Im Gebäude befinden sich zwei Treppenhäuser, eines auf der Südseite, direkt im Eingangsbereich, das andere im westlichen Teil als Nebeneingang und zweiter Fluchtweg. Zusätzlich finden sich in unmittelbarer Nähe jeweils die Treppen in die Untergeschosse, welche aus Gründen des Brandschutzes separiert liegen. Über das helle und offen gestaltete Treppenhaus können alle oberen Stockwerke erreicht werden. Die Treppen sind dreiläufig und wickeln sich jeweils um einen Aufzugskern. Sie bilden die vertikale Erschließung des ganzen Gebäudes.
Die Stockwerke eins bis fünf sind reine Büroetagen. Dort befinden sich die Büroräume entlang der Fassade; in der Mittelzone die Meetingräume, Silent Rooms und Archive. An der Südseite mit Anschluss an die Fassade befinden sich sogenannte Kommunikationszonen, welche als Pausenraum, Coffee Lounge oder einfach als Raum für ein nettes Gespräch von den Mitarbeitern genutzt werden können. Auf drei Etagen finden sich außerdem weitere Kommunikationszonen auf der nördlichen Seite des Gebäudes mit Zugang zu einer Dachterrasse.
Die Sanitärbereiche schließen jeweils an die Treppenhäuser an und sind aus diesen zugänglich. Gestalterisch wurde sich dafür entschieden den gegebenen Aufbau zu nutzen um die Etagen zwar gleich aufzubauen, jedoch pro Geschoss mit verschiedenen Farbthemen zu arbeiten. Um den Mitarbeitern das Arbeitsumfeld angenehm zu gestalten, wurden Farben gewählt, welche mit positiven Eigenschaften verknüpft werden. Auf Grundlagen von Farbenlehre und Literatur wurden diese ausgesucht und in den Geschossen angewandt. Dabei bleiben Wände und Decken prinzipiell weiß und die Farben werden auf den Bodenflächen eingesetzt, wobei die Materialität pro Etage gleich bleibt.
In den beiden Untergschossen befindet sich die Tiefgarage für den Fuhrpark der Luxcontrol, Technikräume, sowie im ersten Untergeschoss ein Bereich mit diversen Lagern, Duschen und Umkleiden, kleineren Arbeitsräumen und die Materialausgabe.
Konzept Erdgeschoss
Wie es der Wunsch vieler Mitarbeiter der Luxcontrol war, wird der Eingangsbereich des Gebäudes sehr hell und offen gestaltet. Mit einer großen Glasfassade und einer Raumhöhe von 4,0 m wird das Foyer zum neuen repräsentativen Empfangsbereich.
Betritt man das Gebäude, so geht man direkt auf das Treppenhaus zu, zur Rechten gibt es einen Zugang zur Gastronomie und zur Linken befindet sich die Empfangstheke. Dahinter ist für die Mitarbeiter ein Backoffice angeordnet, in dem sie ungestört arbeiten können, sowie ein Erste-Hilfe-Raum.Die drei großen Meetingräume liegen an der westlichen Seite des Gebäudes. Sie können durch faltbare Wände zu einem großen Eventraum zusammengeschaltet werden. An der großen Wand im Foyer soll eine begrünte Wand installiert werden, die das Logo der Luxcontrol enthält. Durch die Glasfassade ist dies auch von Außen ein Eyecatcher.
Erschließung
Das Treppenhaus ist die vertikale Erschließung des gesamten Gebäudes. Das Haupttreppenhaus ist durch das Foyer zu erreichen und führt vom EG bis in den fünften Stock. Die Treppe ist dreiläufig und wickelt sich um den Aufzugskern. Durch die Fenster auf den Podesten kommt natürliches Licht in das Innere und macht aus dem Treppenhaus einen hellen und freundlichen Ort, der dazu einlädt sich zu Fuß zwischen den Etagen zu bewegen. Die Aufzüge führen in die unteren Geschosse, die entsprechenden Treppen finden sich im Erd-geschoss in unmittelbarer Nähe mit separaten Zugängen, um optimalen Brandschutz zu gewährleisten. Um die Verbindung der Stockwerke zu verdeutlichen, ändert sich im Treppenhaus weder Material, noch Farbe, sondern führt einheitlich durch das gesamte Gebäude.
Raumkonzept
Die Büros der Luxcontrol befinden sich in den Etagen eins bis fünf. Sie sind entlang der Fassade angeordnet, sodass an jedem Arbeitsplatz natürliches Licht vorhanden ist. Auf den gesamten Etagen wird Doppelboden
installiert, welcher es ermöglicht alle Leitungen verdeckt in den Geschossen zu verlegen. Entlang der Fassade wird die Decke mit Bauteilaktivierung erstellt, verputzt und weiß gestrichen. Dadurch kann die Raumhöhe von 3,0 m erhalten werden. Die Mittelzone wird mit Heradesign-Platten auf 2,6 m abgehängt , darüber verlaufen u.a. die Lüftungsrohre.
In der Mittelzone auf den Etagen 1-4 finden sich Meeting Räume, Silent Rooms sowie Flurbereiche für mögliche Begrünung oder Ausstellungen. Die Meetingräume sind auf einigen Stockwerken durch mobile Trennwände teilbar. Dadurch können die Räume sehr flexibel und schnell in der Größe angepasst und für 4-12 Personen genutzt werden. Die Silent Rooms werden in einem Raum-im-Raum System geplant.
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