Kanzleigebäude der Republik Türkei, Berlin (D)

Kategorie :

Büro + Handel

Projekt :

Offener internationaler Realisierungswettbewerb in zwei Phasen für den Bau des Kanzleigebäudes der Türkischen Botschaft in Berlin

Auftraggeber :

Republik Türkei (Öffentlich)

Land :

Deutschland

Fläche :

bgf 14.813 m²

Planungsbeginn :

2007

Preis :

4. Preis (von 270 Teilnehmer)


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projekt Offener internationaler Realisierungswettbewerb in zwei Phasen für den Bau des Kanzleigebäudes der Türkischen Botschaft in Berlin auslober Republik Türkei (Öffentlich) planung WW+, Esch-sur-Alzette/Trier (L/D) - EC Arch, Istanbul (T) - Terra Nova, München (D) bgf 14.813 m2 volumen 55.618 m³ planung 2007 platzierung 4. Preis baukosten brutto 41.000.000 € 4. Preis (von 270 Wettbewerbsteilnehmer)

 

Architektonisches Konzept

Der Leitgedanke für den Entwurf der türkischen Botschaft in Berlin ist getragen von den Zielen einer dauerhaften Präsenz der Türkischen Republik in der Hauptstadt eines partnerschaftlich verbundenen Staates, des interkulturellen Austausches, der Transparenz, der Toleranz, der Weltoffenheit und dem Ausdruck der eigenen Identität.
Dies spiegelt sich im Entwurf des Gebäudeensembles wieder. In seinem Inneren durch die offene Anordnung der Besucherbereiche, der kommunikationsfördernden Organisation, und äußerlich durch bewusst gewählte transparente Bereiche in der Fassade und die durch die Gebäudeform ausgedrückte Verzahnung mit dem umliegenden Stadtraum.
Funktional leistet diese Verzahnung den Transfer, den Austausch und die Vermittlung zwischen der türkischen und der deutschen Kultur, architektonisch verzahnt sich das Gebäude mit seiner Umgebung und dem Stadtraum, vermittelt zwischen Innen und Außen und stellt die türkische Botschaft in einen Dialog mit ihrem Umfeld.
Das Nebeneinander und Miteinander, das Verschmelzen und Verzahnen der verschiedenen Kulturen soll durch das Gebäude zum Ausdruck gebracht werden. Das neue Botschaftsgebäude soll die Wichtigkeit der Präsenz, das moderne Gedankengut des Landes im Bezug auf Kunst, Kultur, Politik und Wirtschaft, aber auch die Historie der Vergangenheit zum Ausdruck bringen. Das neue Botschaftsgebäude strahlt durch seine formale Klarheit und seine Materialität Ruhe, Seriösität und Selbstbewusstsein aus.
Technische Gebäudeausrüstung
Für die technische Gebäudeausrüstung wurde ein integriertes Konzept entwickelt, indem Gebäude und Technik so optimiert wurden, dass das gesamte Gebäude den heutigen Anforderungen an Ökologie und Ökonomie gerecht wird.


Energiekonzept

Aus Energieeinsparungsgründen wird die Fassade zur natürlichen Belüftung mit Fenstern ausgestattet, deren Öffnungsgrad dosiert werden kann. Des Weiteren sorgt eine unterstützende Lüftungsanlage mit Energierückgewinnungseinrichtungen im Winter und im Sommer dafür, dass nur im geringen Maße Energie nach draußen verloren geht. Der Wärmedämmwert der Fassade liegt unter 0,7 w/m²k und der vorgesehene Sonnenschutz hat einen B-Faktor von 0,12.Die Energieversorgung der Geschossflächen übernimmt eine Gasmotor-Wärmepumpenanlage mit Ausnutzung der Grundwasserenergie. In die „Weiße Wanne“ wird ein Rohrsystem integriert, welches dem Grundwasser Wärme entzieht. Die Wärmepumpe bringt diese Wärme im Winter auf ein höheres Temperaturniveau. Im Sommer werden durch Umschaltung der Wasserströme die Geschossflächen gekühlt und die anfallende Wärme an das Grundwasser wieder abgegeben. Der elektrische Strom wird dem EVU-Netz entnommen. Je nach Größe des Bedarfs der Eigenstromversorgung wird ein Diesel-Aggregat eingesetzt, das in den Energiekreislauf einbezogen wird. Da dieses Aggregat aus Sicherheitsgründen ohnehin installiert wird, schlagen wir vor, ohne einer Wirtschaftlichkeitsberechnung vorzugreifen, dieses Aggregat auch im Normalfall als Blockheizkraftanlage zu nutzen, welches entsprechend den Vorschriften für den Notstromfall ausgerüstet ist und Wärme für die lufttechnischen Anlagen und Antriebswärme für eine Absorptionskälteanlage sowie einen Teil der elektrischen Energie liefert. Im Normalfall wird das Aggregat mit Gas betrieben, im Notstromfall mit Bio-Diesel. Mit diesen Maßnahmen wird ein Niedrigenergiestandard erreicht mit Primärenergieverbrauchswerten unter 100w/m²a.

 

Bauteilheizung und Kühlung

Der Vorteil der Bauteilheizung und -kühlung ist in ihrer Wirtschaftlichkeit und in der Komfortverbesserung begründet. Durch die niedrigen Ladetemperaturen (Sommer 18 °C / Winter 25°C ) können energiesparende Energieerzeugungsanlagen eingesetzt und Leitungsverluste niedrig gehalten werden. Die Energiezufuhr über die Decke erzeugt verträgliche, moderate Oberflächentemperaturen, die den Behaglichkeitskomfort steigern.
Lüftungs- und Klimaanlagen
Die innen liegenden Räume wie Empfangssaal, Festsaal etc. erhalten auf die Nutzung abgestimmte separate Klimaanlagen. Die außen liegenden Räume erhalten eine unterstützende Lüftungsanlage. Die Luftführung erfolgt vom Fußboden zur Decke in Richtung des archimedischen Auftriebs; dadurch wird die Raumluftgeschwindigkeit erheblich reduziert und eine Luftzugerscheinung vermieden


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