Schulcampus Wasserbillig (L)

Kategorie :

Wettbewerb

Projekt :

Schulcampus Wasserbillig

Auftraggeber :

Administration Communale de Mertert-Wasserbillig

Land :

Luxemburg

Fläche :

bgf 10.750 m²

Planungszeit :

11/2024

Realisierung :

-

Preis :

2. Preis


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projekt Neugestaltung des Schulcampus in Wasserbillig mit Sporthalle, Kulturzentrum sowie einer Kindertagesstätte (Maison Relais) in unmittelbarer Nähe des Rathauses und der Gare Wasserbillig auftraggeber Gemeinde Mertert (L), öffentlich, architektur  WW+, Esch-sur-Alzette (L) / Wasserbillig (L) in zusammenarbeit mit Auer Weber, München (DE) bgf 10.750 m² nf  6.100 m² bri 52.250 m³ gesamtareal 3,3 ha bauwerkskosten netto 35.320.000 €  gesamtkosten brutto 47.878.800 auszeichnung 2. Preis mit anschließendem Verhandlungsverfahren wettbewerb 11/2024 rendering grauwald studio, Berlin (DE)

 

 

Die Neugestaltung des Campus Wasserbillig bietet die einmalige Chance, in direkter Nachbarschaft zur Mairie und zum Bahnhof ein lebendiges Schul-, Sport- und Kulturquartier für die ganze Stadtgesellschaft mit Strahlkraft über die Gemeinde hinaus zu errichten.

Das Quartier Grouss Uecht bildet einen großen von Wohngebäuden am Val Fleuri und der Rue Duchscher begrenzten städtischen Innenraum. Die Haupterschließung auch für Besucher außerhalb von Wasserbillig erfolgt von der Route de Luxembourg im Südosten. Sowohl vom Val Fleuri als auch der Rue Duchscher bestehen wichtige Anbindungen an die Nachbarschaften. Ab der Querung südlich der bestehenden Schulgebäude steigt das Gelände stark nach Nordosten hin an. Die vorhandenen kleinteiligen Wohngebäude stehen im Kontrast zu großmaßstäblichen Schulgebäuden, insbesondere das kürzlich errichtete Gebäude für die Cyclen 2-4 dominiert das Quartier.

Ziel des Konzeptes ist ein Zentrum für die Stadtgesellschaft zu errichten, vielfältig wie die Nutzungen und seine Besucher, mit attraktiven Ankunftsräumen und differenziert nutzbaren Außenräumen. Das Konzept setzt auf Maßstäblichkeit und Integration in das Quartier: Sportzentrum und Kulturzentrum bilden eigene mehrgeschossige Baukörper, die mit einem eingeschossigen Bauwerk verbunden werden und so zu der Vielfältigkeit der Nachbarschaften vermitteln. Mit dem erhaltenen Ahorn als Mittelpunkt entsteht ein Innenhof, der zu einem attraktiven identitätsstiftenden Treffpunkt für alle Besucher wird.

 

1. Bauabschnitt Sportzentrum

Nach dem Abbruch des bestehenden Schulgebäudes entsteht das neue Sportzentrum. Alle weiterhin genutzten Gebäude bleiben erreichbar. Der Haupteingang des Sportzentrums wird zur Adresse für den Campus und orientiert sich zur Route de Luxembourg. Am Foyer angeordnet und mit Bezug zum erhaltenen großen Ahorn befinden sich die Buvette sowie die Räume für gemeinsame Nutzungen mit dem im 2. Bauabschnitt zu errichtenden Kulturzentrum.

Die ebenerdig angeordnete Sporthalle mit ihren vielfältigen Nutzungsangeboten ermöglicht zahlreiche Außenbezüge. Die Anordnung von verglasten Flächen ist so gewählt, dass im Schulbetrieb durch ein umlaufendes transluzentes Lichtband Tageslichtnutzung möglich ist und nur für Wettkämpfe eine Verdunklung vorgesehen werden muss. Die Anordnung von Kletterwand, 3-fach Sporthalle und Sporthalle für Fitness nebeneinander ermöglicht größtmögliche Nutzungsflexibilität. Dabei wird die Kletterwand bei Einsehbarkeit und direkter Zugänglichkeit von der Sporthalle in das UG verlegt. Dies ermöglicht eine separate Belüftung (Magnesium der Kletterer), eine bessere Anordnung der unterschiedlichen Bodenmaterialien sowie eine bessere Nutzbarkeit der 3-fach Halle z.B. bei den im Programm erwähnten Kongressveranstaltungen. Geräteräume, Lager und Umkleiden werden direkt bei den Hallen angeordnet. Die Tribüne im OG erhält die gewünschte Buvette mit attraktiver Außenterrasse.

Im UG wird die Heizzentrale mit kurzen Leitungswegen zum Bestandsgebäude errichtet, ebenso Zentrallager, Technikräume für das Sportzentrum sowie die gewünschte Tiefgarage mit 85 Stellplätzen. Diese erhält die unterirdische Zufahrt vom Vorplatz im Süden aus, um den motorisierten Verkehr möglichst nahe der Rue de Luxembourg abzufangen und nicht in das Quartier zu leiten.

 

2. Bauabschnitt Kulturzentrum

Nach dem Abbruch des bestehenden Veranstaltungssaals ergänzt das neue Kulturzentrum L-förmig um den Bestandsbaum herum den Campus. Es entsteht ein Patio, welcher als Ahornhof zum Treffpunkt des gesamten Sport- und Kulturzentrums wird. Der zweigeschossige Saal kann sich zum Vorplatz hin erweitern und stärkt die Präsenz des Campus zur Route de Luxembourg.

Die Bühne wird als absenkbare Konstruktion ausgeführt, Saal und Bühne können dadurch zusammen für große Veranstaltungen genutzt werden. Nebenräume sowie die Saalküche werden ebenerdig im Westen angeordnet, die Anlieferung dient auch als Umfahrung für Rettungsfahrzeuge. Im OG werden lediglich die Musikzimmer vorgesehen. Im UG entstehen Lager und Technikräume, die Tiefgarage wird um 25 Stellplätze erweitert.

 

3. Bauabschnitt Maison Relais & École

Nach dem Abbruch der bestehenden Sporthalle entsteht der wichtig Campus Platz als Grüne Mitte sowie Maison Relais & École. Es werden eine Kubatur sowie ein Schulhof gemäß den Anforderungen markiert. Der Schulhof wird außerhalb der Schulzeiten für die Öffentlichkeit genutzt und ergänzt das Freizeitangebot auf dem Campus.

 

Freianlagen

Die den jeweiligen Nutzungen zugeordneten vielfältigen Außenräume entstehen während der einzelnen Bauabschnitte. Das Sport- und Kulturzentrum steht auf einem großen Feld, das Sportnutzungen und Kulturnutzungen ebenso ermöglicht wie die Umfahrt für Anlieferung und Rettungsfahrzeuge. In den Aufweitungen an den Ankunftsorten werden die Platzbereiche begrünt, Bäume bieten Schatten, Bänke schaffen Aufenthaltsangebote. Die gewünschten Stellplätze (ca. 30) zur Route de Luxembourg werden mit sickerfähigen Belägen unter Bäumen angeordnet, es entsteht der Campusvorplatz. Zur bestehenden Fußgängerrampe im Norden werden Stellplätze für Einsatzfahrzeuge sowie für Personen mit eingeschränkter Mobilität vorgeschlagen. Außerdem entstehen mehrere Plätze für Fahrradstellplätze.
Mit dem Abbruch der Sporthalle entsteht der zentrale Campus Platz. Er wird als grüner Platz aufgefasst, befestigte Bereiche markieren vielfältige Nutzungsmöglichkeiten, naturnahe Bereiche dienen auch der Retention.

 


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