Ateliers Kraïzbierg, Dudelange (L)

Kategorie :

Bildung + Forschung + Lehre

Projekt :

Ateliers Kraïzbierg, Dudelange (L)

Auftraggeber :

Administration des Bâtiments Publics

Land :

Luxemburg

Fläche :

14.759 m²

Planungsbeginn :

2011

Realisierung :

2022 - 2028


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projekt Umbau, Erweiterung und Sanierung der Werkstätten für Menschen mit Beeinträchtigungen des Fond Kräizbierg auftraggeber Administration des Bâtiments Publics (L), öffentlich leistungen WW+, Esch-sur-Alzette (L) / Trier (D) Architektur OAI alle Leistungsphasen entspr.  HOAI LPH 1-9 in zusammenarbeit mit statik & vermessung BEST Ingénieurs, Luxembourg (L) TGA Goblet Lavandier, Luxembourg (L) bgf 14.759 m2 bri 56.236 m3 bauwerkskosten brutto ca. 35.000.000 € planungsbeginn 2011 realisierung Anfang 2022 - Ende 2028

 

 

 

Hintergund

Der Standort der „ Ateliers Kräizbierg“ war Anfang des letzten Jahrhunderts der Familienwohnsitz des Direktors der ARBED, Herrn Emile Mayrisch. Das Gut erstreckte sich über eine Fläche von ca. 5 Hektar. Die Gebäude wurden nach den Plänen des flämischen Architekten Octave Van Rysselberghe erstellt. Im Frühling 1912 wurde auf dem Gut ein Kinderhaus eröffnet, welches körperlich schwachen Kindern einen Ort der Erholung anbot.

Im Dezember 1977 wurde dieses Kinderhaus geschlossen.

Das Areal wurde dann im Dezember 1978 von der „Ligue pour l’aide aux infirmes moteurs cérébraux“ (Verein für Behinderte mit Cerebralparese) erworben und mit Hilfe des Staats umgebaut und 1979 um die berufliche Eingliederungsstätte „Ateliers Kräizbierg S.C.“ der Fondation Kräizbierg erweitert.

 

 

Leitidee

Initialer Gedanke der Planung ist es, die Behindertenwerkstätten räumlich zu erweitern und eine neue Einheit zu schaffen, die zusätzlichen Funktionen aufnimmt und mehr Menschen mit Handicap einen Arbeits- und Therapieplatz bietet. Das mit dem Nutzer erarbeitete Raumprogramm wird in einem Entwurfskonzept zusammengefasst und in einer mehrphasigen Planung umgesetzt. Vorhandene Gebäude erfahren eine zeitgemäße und behindertengerechte Umstrukturierung. Sie werden zusammen mit der historischen Parkanlage behutsam restauriert. Die Neubauten fügen sich als Bindeglied in die Gesamtanlage ein und machen das Areal zukunftsfähig. 

 

Die Neubauten sind geprägt durch eine Reduktion auf wenige Materialien und im Sinne einer behindertengerechten Innenraumausstattung geplant. Die roh belassenen Wände und Decken mit der sichtbaren Technik unterstützen bewusst den Werkstattcharakter. Es dominieren die härteren Materialien Glas und Beton. In den Aufenthaltsbereichen und den Schulungsräumen, also die Bereiche, die auch außerhalb der Arbeitstätigkeit frequentiert werden, kommt Holz als weiches Element hinzu. Dies gewährleistet eine freundliche und warme Atmosphäre, die zum Verweilen und zur Entspannung in den Arbeitspausen einlädt. Die Schulungsräume werden mit einer akustisch wirksamen abgehängten Decke ausgestattet, um etwaige Beeinträchtigungen zu vermeiden und ein angenehmes Lernumfeld zu erzeugen. Die einzelnen Fachabteilungen sind durch ein durchgängiges Farbkonzept im Sinne eines ganzheitlichen Orientierungssystems gekennzeichnet. Entsprechend des umfassenden Energiekonzepts der Ateliers Kräizbierg werden bewusst robuste, langlebige und nachhaltige Materialien ausgewählt, die pflegeleicht sind und über einen langen Zeitraum ansehnlich bleiben. Die Behindertenwerkstätten gliedern sich in den allgemeinen Bereich mit Besuchershop, Verwaltung, Logistikzentrum, Medizinischer Dienst, Therapiezentrum, Schulungszentrum für Menschen mit Handicap, Küche mit Mensa und die Tagespflege sowie in den Handwerks und Dienstleistungsbereich in dem Kunsthandwerk, Druckerei, Gärtnerei, Töpferei und eine Schreinerei enthalten sind. Auf dem Gelände arbeiten bis zu 300 Personen mit und ohne Handicap. In der Tagespflege werden ca. 40 Personen betreut.

 

Ausgangssituation

Die Behindertenwerkstätten „Ateliers Kräizbierg S.C.“ der Fondation Kräizbierg befinden sich am Stadteingang von Dudelange; im Osten der Gemeinde, entlang der Route de Zoufftgen (CR 160) in Richtung Frankreich. Das Gebiet liegt zum Teil in einem angrenzenden Waldstück sowie in einer als „Sondertätigkeit Kräizbierg“ (S.P.) gekennzeichneten Zone.

Auf diesem Gelände sind bereits die ehemalige Residenz von Emile Mayrisch (das Schulungszentrum), der Paerdstall (die Kindertagesstätte), die Verwaltung, die Werkstätten, die Gewächshäuser und die ehemalige Druckerei vorhanden.

 

 

Materialien

Die Innenbereiche der neuen Gebäudekomposition sind durch eine Reduktion auf wenige Materialien gekennzeichnet und im Sinne einer behindertengerechten Innenraumausstattung geplant. Die Flure und Ateliers erhalten als Bodenbelag einen geglätteten Estrich, der sich durch eine hohe Strapazierfähigkeit bei geringem Reinigungsaufwand auszeichnet. Die rohen Wände und Decken sowie sichtbare Technik verstärken den Eindruck eines großen Ateliers, das erst durch seine Benutzer lebt. In den Werkstätten, den Räumen für konzentriertes Arbeiten, dominieren die härteren Materialien Glas und Beton. In den Aufenthaltsbereichen und Schulungsräumen, also den Bereichen, die auch außerhalb der Arbeitstätigkeit frequentiert werden, kommt Holz als weiches Element hinzu, was eine freundliche und warme Atmosphäre schafft, die zum Verweilen und zur Entspannung in den Arbeitspausen einlädt. Die Schulungsräume werden mit einer akustisch wirksamen abgehängten Decke ausgestattet, um etwaige Beeinträchtigungen zu vermeiden und ein angenehmes Lernumfeld zu erzeugen. Die einzelnen Fachabteilungen sind durch ein durchgängiges Farbkonzept im Sinne eines ganzheitlichen Orientierungssystems gekennzeichnet. Entsprechend des umfassenden Energiekonzepts der Ateliers Kraizbierg wurden bewusst robuste, langlebige und nachhaltige Materialien ausgewählt, die pflegeleicht sind und über einen langen Zeitraum ansehnlich bleiben.


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