Integrale Gesamtschule am Riedberg, Frankfurt am Main (D)

Kategorie :

Bildung + Forschung + Lehre

Projekt :

Neubau einer integrierten Gesamtschule am Riedberg

Auftraggeber :

Stadt Frankfurt am Main

Land :

Deutschland

Fläche :

bgf .4.066 m²

Planungszeit :

2016

Preis :

2. Preis


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Projekt Neubau einer integrierten Gesamtschule mit 2-Feld- Sporthalle am Riedberg in Frankfurt am Main Auslober Stadt Frankfurt am Main (D) Architektur Leistungen WW+, Esch-sur-Alzette (L) / Trier (D) in Zusammenarbeit mit atelier PRO, Den Haag (NL) Energieplanung BouwNext, Ede (NL) BGF 4.066 m² NF 2.905 m² BRI 12.670 m³ Plangebietgröße 0,9 ha Wettbewerb 07/2016 - 09/2016 Auszeichnung 2. Preis, VOF- Verfahren mit Teilnahmewettbewerb

 

Städtebauliche Einbindung und architektonische Gestaltung

Symbolcharakter im Wohnviertel

Das neue Viertel Riedberg besitzt eine offene morphologische Struktur von Häusern und Wohngebäuden in einem durchgehenden Kontinuum aus Gärten und Bäumen. Das Viertel selbst ist wiederum ein Teil der weitläufigen urbanen Landschaft rund um Frankfurt am Main. Wichtige Gebäude in Riedberg besitzen eine größere Gebäudemasse und Wohnhäuser haben eine eigene Größe und ein eigenes Format. Für die städtebauliche Hauptplanung unseres Gebäudes entscheiden wir uns für eine Hauptform, die die Straßen an zwei Seiten des Grundstücks artikuliert und ihnen ein deutliches Profil verleiht. So entsteht eine in der Höhe differenzierte Hauptform, die einen geschützten Innenbereich realisiert. Diese Hauptform wird an einer Reihe von Stellen geöffnet und damit erweitert.

Auf Straßenhöhe zwischen der Gräfin-Dönhoff-Straße und dem Schulhof liegen die wichtigen öffentlichen Funktionen. Das örtliches Förderzentrum (Bfz) sowie oberhalb des Schultors die Turnhalle. Diese ist für die Nutzung durch die Schule und verschiedene Sportvereine vorgesehen. Auch die Aula und die angrenzende Mensa der Schule liegen an der Gräfin-Dönhoff-Straße. Diese können unabhängig von der Schule genutzt werden und verleihen dem Sockel der Gräfin-Dönhoff-Straße einen angenehmen, urbanen und lebendigen Charakter.

Format und Größe der Gebäudemasse wurden mit einer robusten Wand an der kurzen und langen Gräfin-Dönhoff-Straße und einer offeneren Struktur an den beiden anderen Seiten an die Bebauung angepasst, die sich gegenüber der Schule befindet.

 

Wir haben uns aus vier Gründen für diese kompakte Gebäudemasse entschieden:

• städtebauliche Artikulation der kurzen und langen Gräfin-Dönhoff Straße

• passives Bauen

• funktionale Organisation der Schule

• phasenweise und modular zu bauen

 

Funktionalität / Umsetzung des Raumprogramms

Raumprogramm = Anforderungsprogramm + Standort

Das Raumprogramm ist das funktionale Gegenstück des Anforderungsprogramms im Kontext der urbanen Landschaft des Viertels Riedberg. Auf Straßenhöhe liegen die allgemeinen Funktionen, die unabhängig von der Schule nutzbar sind. Die Turnhalle ist von der Straße aus erreichbar, liegt jedoch oberhalb des Eingangstors. Das Förderzentrum, die Aula und die angrenzende Mensa der Schule liegen an der Ecke der Gräfin-Dönhoff-Straße.

 

Das Zentrum der Schule

Der Eingangsbereich ist das Zentrum der der Schule. Gut sichtbar und einfach über das Eingangstor, den Schulhof und die lange Gräfin-Dönhoff-Straße erreichbar. Weil das Gelände abschüssig liegt, ist das Zentrum eine halbe Etage abgesenkt. Aus dem Zentrum gelangt man über eine breite Tribünentreppe zur Mensa und in die Aula. Die versetzte Ebene innerhalb der Schule folgt damit der Anhöhe, auf der die Schule liegt. Im Zentrum liegt eine großzügige, offene, monumentale und bildbestimmende Treppe zu den verschiedenen Unterrichtsclustern in den oberen Etagen. Zentral im Erdgeschoss liegen in zwei Gebäudeteilen die Räume für den Fachunterricht sowie den Profilräumen, die für alle Klassenstufen nutzbar sind. Im Gebäudeteil entlang der Straße liegen die Mensa und die Aula. Darunter befindet sich die Tiefgarage. In der 1. Etage sind weitere Räume für den Fachunterricht sowie die Verwaltung der Schule zu finden. Die 1. und 2. Etage werden von allen Schülern genutzt und sind teilweise auch für die Anwohner (Aula, Mensa) zugänglich. Die 2. und 3. Etage besitzen einen geschlossenen Charakter. Hier liegen die Cluster der einzelnen Jahrgangstufen. Das Programm ist so organisiert, dass die Funktionen welche am meisten Ruhe und Geborgenheit brauchen in den oberen Etagen liegen, fern ab vom lebendigen Mittelpunkt und Pausenbereich der Schule.

 

Unterrichtshäuser: Identität und Flexibilität

In der 2. und 3. Etage liegen sechs Cluster. In der 2. Etage befindet sich die Mediathek mitten im Zentrum und in der 3. Etage die Räume für die Schülerarbeit. Jede Klassenstufe hat einen eigenen Cluster. Ein Cluster ist damit im wörtlichen Sinne das „Haus eines Jahrgangs“. Jedes Jahr ziehen die Schüler in ein anderes Haus um. Diese Häuser besitzen eine einheitliche Einteilung. Es gibt vier Klassenräume, ein Lehrerzimmer und einen Raum für die selbstständige Schülerarbeit. Der Flur wurde erweitert, sodass an der Fassade ein zusätzlicher Raum entsteht, in dem die Schüler selbstständig arbeiten können. Die Einrichtung von Schulen ist allgemein einheitlich. Alle Stühle und Tische sind gleich. Doch mit Farben und verschiedenen anderen Möbeln möchten wir den Häusern eine eigene Identität vermitteln. Wichtig ist, dass Schüler und Lehrer fühlen, dass der Cluster kein anonymer Raum ist, sondern dass er zu einem personalisierten Raum wird. Ein Raum, der anders ist und damit etwas Besonderes für diesen Jahrgang darstellt. Flexibilität: Da die Cluster sternförmig zueinander auf zwei Etagen und innerhalb des Gebäudes liegen können die Klassenräume einfach gewechselt oder einem anderen Cluster zugewiesen werden. Dadurch wird ein sehr flexibles Gebäude geschaffen, in dem die jeweiligen Räume optimal genutzt werden können.

 

Wirtschaftlichkeit/Nachhaltigkeit

Energieeffizientes Bauen mit Blick für Komfort und Gesundheit

Der Passivhausstandard mit einer erhöhten Anforderung an die gesamte Energiebilanz formt die Grundlage unseres Schulkonzeptes. Der Einsatz einer PV-Anlage verringert den Energiebedarf bis zur Passivhausklasse


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